Pages Navigation Menu

Schwimmverein Bietigheim e.V

Die Geschichte des Schwimmverein Bietigheim

Eine starke Motivation für die Wiedergründung des Schwimmverein Bietigheim nach über 20-jähriger Pause ist in erster Linie der Bau des Stadtbades in Bietigheim. Mit der Einweihung des Hallenbades Ende Oktober 1965, das im übrigen damals 3,5 Millionen DM kostete, sind natürlich die besten Voraussetzungen für die Ausübung des Schwimmsports gegeben.Insbesondere Oberbürgermeister Karl Mai bemüht sich nachhaltig um die Gründung eines Schwimmvereins. Auf seine Initiative kommt es am 6. Oktober 1965 zu einer Vorbesprechung wegen des weiteren Vorgehens im Rathaus. Bei dieser Vorbesprechung wird bereits eine Vereinssatzung entworfen. Ferner wird versucht, erfahrene Sportler zu finden, die den Kader des Vereins bilden sollen.

Die Gründungsversammlung fand am Freitag, 22. Oktober 1965 im Hotel “Rose” in Bietigheim statt. Der Besuch der Gründungsversammlung ist so gut, daß sich spontan 110 Personen in die Mitgliederliste eintragen. Dabei handelt es sich um Schwimmsportfreunde aus Bietigheim, Bissingen, Löchgau, Großingersheim und anderen umliegenden Gemeinden. Der Schwimmverein Ludwigsburg erklärt sich bereit, die Patenschaft zu übernehmen.

Zum 1. Vorsitzenden wird der Sportreferent beim Oberschulamt Erwin Geiger gewählt. Bei der Gründungsversammlung umreißt der Vorsitzende Erwin Geiger seine Gedanken, wie er sich die Tätigkeit und Ziele des neu gegründeten Vereins vorstellt, wie folgt:

  • Gründung einer Kinderabteilung auf breiter Basis
  • Bildung einer Jugendabteilung
  • Sportgruppe als Kernstück, in der die vorhandenen Talente rechtzeitig entdeckt werden sollen
  • Schwimmabteilung für Damen und Herren, bei denen nicht die Leistung, sondern die Freude am Schwimmen im Vordergrund steht
  • Abhaltung von Schwimmlehrgängen für Nichtmitglieder

Darüber hinaus soll allgemein der Schwimmsport intensiver betrieben werden. An diesen Zielsetzungen hat sich bis heute nichts wesentliches geändert. In etwas modifizierter Form wird auf dieser Grundlage der Verein von der heutigen Vorstandschaft weitergeführt. Wie bereits erwähnt, wird das Stadtbad Ende Oktober 1965 der schwimmsport-begeisterten Öffentlichkeit übergeben. Somit hat der Schwimmverein Bietigheim die Möglichkeit, neben dem Training auch größere Schwimmveranstaltungen durchzuführen. Die erste Veranstaltung findet bereits im Mai 1966 statt. Hierzu kann der Schwimmverein den Olympiasieger, Weltrekordschwimmer und zweimaligen Sportler des Jahres Gerhard Hetz verpflichten. Diese Veranstaltung wird zu einer hervorragenden Demonstration des Schwimmsports.Der Aufbau des Vereins ist mit dem Wechsel im Vorsitz im Jahre 1968 im wesentlichen abgeschlossen. In diese Aufbauphase fällt noch die Bildung einer Wasserballabteilung und einer Springergruppe. Erster Trainer der Schwimmer wird Herr Hoffmann, der gleichzeitig als technischer Leiter fungiert.Bei der Hauptversammlung im Februar 1968 gibt der Vorsitzende Erwin Geiger sein Amt ab.

Aus beruflichen Gründen ist es ihm nicht mehr möglich, das Amt des 1.Vorsitzenden auszuüben. Zum neuen Vorsitzenden wird Herr Gerhard Fauth aus Bissingen gewählt. Er spricht sich dafür aus, neue Akzente in der künftigen Vereinsarbeit zu setzen. Nach der Aufbauarbeit soll der Schwerpunkt auf Leistung und Können gelegt werden. Viele Übungsleiter sollen dafür sorgen, dass der Ausbildungsstand ständig steigt. In den Folgejahren werden dann feste Trainingspläne und eine straffe Gruppenleitung eingeführt.Großen Anteil an den ersten Erfolgen der Schwimmerinnen und Schwimmer des SVB hat Cheftrainer Günther Hoffman. Aus beruflichen Gründen muss er im Herbst 1971 seine Trainertätigkeit in Bietigheim beenden. Ihm folgt Heinz Kühfuß, der bis Oktober 1978 die SVB-Aktiven erfolgreich trainiert.

Auch in der Vorstandschaft gibt es 1975 einen Wechsel. Eberhard Bezner wird nach Gerhard Fauth 1. Vorsitzender. Herr Bezner gibt dem Verein viele neue Impulse. Während der 12 Jahre, in denen er den Verein führt, werden großartige Erfolge errungen. Insbesondere ein Name ragt hierbei heraus: Susanne Schuster. Herr Bezner verpflichtet 1978 Frau Heinrich-Vogel als neue Trainerin. Frau Heinrich-Vogel hat zuvor selbst große Erfolge bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften zu verzeichnen.Ein erneuter Vorstandswechsel findet im Jahr 1988 statt, als Edwin Beckert die Vereinsgeschäfte von Herrn Bezner übernimmt. Edwin Beckert sieht seine vordringliche Aufgabe darin, daß der Schwimmverein in einer Zeit des Überangebots an Sportmöglichkeiten für Schüler und Jugendliche weiterhin attraktiv bleibt. Aus diesem Grund wird auch mit den Vereinen SV Ludwigsburg, TSV Ludwigsburg und den Wasserfreunden Mühlacker die Schwimmgemeinschaft Neckar-Enz gebildet. Diese SG soll den Schwimmerinnen und Schwimmern verbesserte Start- und Trainingsmöglichkeiten bieten.Große Erfolge haben in dieser Zeit Michael Kiedel – Deutscher Jahrgangsmeister über 200m Lagen – oder auch die Herrenmannschaft mit Jochen Beckert, Wolfgang Kieser, Markus Köhler und Oliver Lang.

Sehr großen Anteil daran hat Cheftrainer Georg Lambert, der gleichzeitig auch Landestrainer beim Württembergischen Schwimmverband ist. Im Jahr 1992 gibt es dann einen erneuten Vorstandswechsel. Thomas Stöckermann übernimmt die Vereinsführung von Edwin Beckert, der aus beruflichen Gründen sein Amt nicht mehr weiter führen kann. 1997 kommt es zur Gründung einer Triathlonabteilung im Schwimmverein Bietigheim. Ein weiterer Höhepunkt ist 1997 der Aufstieg der Wasserballer in die Verbandsliga unter Spielertrainer Joachim Hübsch. Der Bereich der Nichtschwimmerausbildung wird weiter ausgebaut und der Gesundheitssport kommt hinzu. Maren Ulfers hat am Ausbau bzw. an der Neubildung dieser Bereiche einen sehr großen Anteil. Große Erfolge zu verzeichnen haben die Schwimmerinnen und Schwimmer Katharina Lindermayr, Ann Marie Böttinger, Laura Hiesinger, Sebastian Böhm und viele andere runden das Gesamtbild unter der Leitung der Trainer Petra Lindermayr und Oliver Lang ab. Besonders erfreulich in der Geschichte des Vereins ist die Rückkehr vieler Ehemaligen in die Seniorengruppe unter Leitung von Martin Mayer-Weik.