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Schwimmverein Bietigheim e.V

Völler mit gutem 5ten Platz in der AK beim 70.3 Ironman im Kraichgau

2017 70.3 Kraichgau

 

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Nachdem Aix en Provence in diesem Jahr aufgrund des Batteriedefektes nicht für mich stattgefunden hat, habe ich für den 70.3 imKraichgau gemeldet. Nachdem ich die ja im Dezember die Sache mit dem Herz rausgefunden hatte, war ich dann doch ziemlich nervös in der Rennwoche. Trotzdem bin ich dann ziemlich selbstbewusst an den Start gegangen und mich mal demonstrativ (für mich selbst) in die Topschwimmer Reihe (<30min) eingereiht.

Als ich dann über die Startmatte ging war alles vergessen, und ich legte gleich mit meinem neuen Neo ein gutes Tempo an. Die erste Boje kam immer näher und ich hatte schon viele überholt. Ab der zweiten Boje waren nur noch Leute um mich rum, die wenn überhaupt, nur einen Ticken langsamer waren. Ab der letzten großen Richtungswechselboje gab es dann erstmals richtiges Gerangel, ich war in eine Gruppe reingeschwommen, an denen ich einfach nicht vorbei kam ohne über meine Kräfte zu gehen. Nach ca. 300 m kam die kleine Boje, an der nur ein kleiner Richtungswechsel stattfindet und von der es zum Schwimmausstieg geht. Ich war leider ganz links außen und die Truppe drängte mich immer weiter ab, so dass ich die Boje wohl verpasst hätte. Ich habe dann leider mal ein 50 m Sprint anziehen müssen, um vor die Truppe zukommen und um die Boje auf der richtigen Seite zu passieren. Den Sprint hatte ich aber auch dann gleich gemerkt, 50 m weiter war die Truppe wieder auf gleicher Höhe. Jedenfalls bin ich dann nach 28:32 min aus dem Wasser gestiegen, ein wenig enttäuscht hatte ich doch eine 27er Zeit schwimmen wollen. Aber mit der 3.schnellsten Schwimmzeit meiner AG braucht man sich auch nicht schämen.

Der Wechsel war wie immer ein Verlustgeschäft im Vergleich zu meiner Konkurrenz. Es geht immer irgendwas schief….diesmal war es wieder die Socke, die Falten geworfen hatte.

Also mit etwas Verspätung rauf aufs Rad und mal schauen was so geht, dachte ich. Als der Puls nach 10 km immer noch ziemlich weit oben war, war ich verunsichert, ob das für 90 km die richtige Vorgehensweise ist, wenn man noch anschließend ein halben Marathon gut laufen will. Doch ich habe es dann mal draufankommen lassen. Als Uwe Röpstorf, der spätere Sieger in meiner AG, erst bei km 70 zu mir aufgeschlossen hatte, wusste ich, dass ich ziemlich gut unterwegs war. Ich klemmte mich also an sein Hinterrad. Beim Radfahren hatte ich dann nur 2:27 min auf ihn verloren, und insgesamt mit 2:36:28 h auch die 4. schnellste Radzeit meiner AG. Röpsdorf und ich liefen dann fast gemeinsam aus dem Wechsel, aber es war mir klar, dass ich ihn beim Laufen nicht halten konnte, schon gar nicht nach dem Radfahren mit einer normalisierten Wattleistung von 250 Watt über die komplette Fahrzeit. Und so war es denn auch nach 1km ist er dann davon gelaufen und ich bin mein Ding gelaufen. Ein Blick auf die Pulsuhr nach der ersten Runde und ich zweifelte erneut, ob ich das Tempo noch so 14km durchhalten könnte. Ich entschied mich dann, Tempo rauszunehmen und erst mal auf Finishen zu laufen. Als ich dann die 2. Runde hinter mir hatte, konnte ich nochmals leicht beschleunigen, weil ich wusste, dass ich die letzten 7 km auch noch hin kriegen würde. So bin ich dann mit der 15. Laufzeit von 1:37:49 h und einer Gesamtzeit von 4:49 h auf Platz 5 meiner AG ins Ziel gelaufen. Ich war zufrieden und mehr war auch nicht drin.

 

Resümee:

Das Rennen hat mir gezeigt, dass ich beim Schwimmen und Radfahren mit der deutschen Spitze (was auch gleichzeitig zum engeren Weltklassespitzenbereich gehört) mithalten kann. Beim Laufen hängen sie mich allerdings noch mit 5-6 Minuten auf die 21 km ab.