Pages Navigation Menu

Schwimmverein Bietigheim e.V

Fabian Lafranz Vizeweltmeister in der AK50 auf der Duathlon Langdistanz

Als vorjähriger deutscher Meister im Duathlon über die Langdistanz erhielt ich von der DTU eine Nominierung für die Altersklassen-Nationalmannschaft. Dadurch konnte ich für Deutschland an der Duathlon-Weltmeisterschaft teilnehmen. Termin war am 03-Sep-17 und der Austragungsort war traditionell Zofingen in der Schweiz. Die Wettkampfdistanz beträgt: 10 km Laufen – 150 km Radfahren – 30 km Laufen. Das Wetter war entgegen den Vorhersagen nahezu perfekt, etwas frisch auf der ersten Radrunde, aber dann sonnig und nicht zu heiß. Mit am Start waren 25 Profis, der Rest des Feldes waren sogenannte „Age Grouper“ also Leute wie Du und ich.

 

Meine Zielzeit lag bei 8 Stunden, es war mein erster Wettkampf über so eine lange Wettkampfdauer. Deshalb hatte ich mir vorgenommen nicht zu früh zu viel zu investieren. Der erste Lauf begann sofort mit einem ziemlich deftigen Anstieg, also ideal zum Überpacen. Das hatten einige meiner Konkurrenten wohl nicht so gesehen, jedenfalls fand ich mich nach 200 m als „Laufspezialist“ eher im hinteren Feld wieder. Naja, jedenfalls kam ich nach 10 km als erster meiner Altersklasse in die Wechselzone (54. Gesamt). Der Wechsel auf’s Rad verlief problemlos, meine Wechselzeit war diesmal zwar kein Spitzenwert, aber auch nicht sooo schlecht. Ich fand auf dem Rad sehr schnell meinen Rhythmus und auch mein MERIDA schnurrte von Anfang bis Ende wie ein Schweizer Präzisions-Uhrwerk. Es waren drei Runden zu je 50 km zu fahren, insgesamt summierte sich das Ganze auf 1700 Höhenmeter auf. Auf jeder Runde waren drei Anstiege mit bis zu 16% Steigung zu bewältigen. Nach jeder Runde erhielt ich von meiner Frau eine neue Flasche mit Gel und – viel wichtiger – ein paar liebe Worte zur Motivation. Auf der Radstrecke verlor ich anfänglich Plätze und bin auf AK-Platz 6 (Gesamt 76) zurückgefallen, konnte aber am Ende der Radstrecke bereits wieder Positionen zurückgewinnen. Schlussendlich hatte ich einen Schnitt von knapp 32 km/h und war in meiner AK an Platz 4 (Gesamt 64.). Dann ging es auf die Laufstrecke und das sollte mein Ding werden. Es waren 4 Wendepunkt-Runden zu je 7,5 km zu bewältigen, jedes Mal einen giftigen Berg hoch und – genauso anstrengend – wieder runter. Ich kam von Beginn an in einen Flow und fühlte mich auf der Laufstrecke die ganze Zeit sehr locker. Ich wurde nicht ein einziges Mal überholt, machte aber meinerseits Plätze gut. Ich holte die beiden vor mir liegenden Italiener ein, verkürzte den Rückstand auf den führenden Dänen von 15 auf 4 Minuten und kam am Ende auf AK-Rang 2 (Gesamt 44.) Dabei erreichte ich die 9. beste Laufzeit, was in Anwesenheit von 25 Profis und meines fortgeschrittenen Alters wohl sicher nicht so schlecht ist.

 

Fazit: Ich darf mich nun Vize-Weltmeister im Duathlon Long Distance nennen. Eigentlich war ich als „Greenhorn“ zum Lernen nach Zofingen gereist, …    

Herzlichen Glückwunsch, Fabian !